Corona-Politik und Ich

Mit einem Alter von fast 60 Jahren, einer Herz-Erkrankung in der Kindheit und den Folgekrankheiten bzw. Folgeproblemen wie Puls, Blutdruck, Asthma und noch anderen mehr, bin ich nicht nur Risikopatient, sondern Hoch-Risikopatient.

Ich weiß, wie es ist,
wenn man nach Luft ringt und man das Asthmamedikament bereits genommen hat;
wenn einem der kalte Schweiß im Gesicht steht, sodass die Brille augenblicklich anläuft;
wenn die Kleidung völlig durchgeschwitzt ist, aber man keine Kraft hat sie zu wechseln;
wenn man nicht mehr weiß wo oben und unten ist;
wenn man auf dem Weg zur Toilette dreimal Pause machen muss;
wenn man so erschöpft ist, dass man auf der Toilette einschläft;
wenn man sich am Eimer verzweifelt festhält als wäre er eine Geliebte;
wenn man in der Bahnhofshalle am Boden liegt und Menschen wie hinter einer Nebelwand sagen hört „wos is´n mit dem, is der b´soffn?
wenn man Hilfe bräuchte, aber keiner da ist um einem zu helfen;
wenn man so starke Schmerzen hat, dass man am liebsten sterben möchte, nur damit „es“ aufhört.
wenn einen die Todesangst erfasst, nicht nur ein bisserl, sondern ganz.

Und ich weiß, wie wichtig es ist für all das und noch vieles mehr,
wie ich mich ernähre;
wie trainiert ich bin;
wie meine Gedanken sind;
wie meine innere Einstellung ist;
wie es um mein Seelenleben bestellt ist,
wie es um mein Geistesleben bestellt ist.

Und ich weiß, dass ich für all das auch eine Eigenverantwortung habe.

Und ich weiß, dass nicht alles machbar ist, sondern mein Schicksal in Gottes Händen liegt.

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